Hanf, oder in der Fachsprache Cannabis. Du kennst das ja: „Denke nicht an einen weißen Elefanten!“ Und an was denkst Du dann? Natürlich nicht an alles andere, sondern genau an den weißen Elefanten. Und so ist es auch mit Hanf. Sofort poppen Bilder von lustigen Leuten, Partys, einem Hanfblatt und vielleicht Rastalocken sowie eine Jamaika-Fahne auf. Selbst Stadtkinder, die kaum mehr einen Bezug zur Natur haben, erkennen wohl zwei Blattarten auf Anhieb: Seltener wohl ein Ahornblatt aber wahrscheinlich jeder erkennt sofort ein Hanfblatt.

Hanf – die missverstandene und unterschätzte Pflanze
Hanf – die missverstandene und unterschätzte Pflanze

Hanf. Was ist das genau?

Einerseits …
Das ist die eine Seite des Hanfs, die gibt es auch. Viele würden sagen, das sei die einzige und sie ist auch für seine weitgehende Tabuisierung verantwortlich.

Andererseits …
Doch Hanf ist weit vielseitiger als nur als Rauschmittel. Man kann es auch überspitzt formulieren: Hanf könnte die Lösung vieler ökologischer und ökonomischer Probleme sein, denen wir heute gegenüberstehen. Wenn, ja wenn da nicht sein „schlechtes Image“ wäre und vor allem der Gesetzgeber Hürden aufstellen würde.
Doch alles der Reihe nach. Wir wollen Dir hier eine kurze und knackige Darstellung zum Thema Hanf liefern, wie er verwendet werden kann und natürlich auch auf CBD Öl eingehen. Doch bevor wir uns mit der Geschichte des Hanfs beschäftigen, wollen wir beleuchten, was Hanf eigentlich ist.

Hanf ist eine Gattung innerhalb der Cannabaceae, also der – Überraschung – Hanfgewächse, und zählt zu den Rosenartigen Pflanzen. Verwandt mit dem Hanf ist der Hopfen, der ebenso ein Hanfgewächs ist. Vom Hanf selbst gibt es nur drei Arten.

Wie genau sieht Hanf aus?

Die Pflanze ist krautig und meist einjährig. Die Wuchshöhe ist je nach Umweltbedingungen sehr unterschiedlich und kann auf guten, also feuchten Böden mit guter Nährstoffversorgung, gut und gerne 5 m erreichen. Aber es gibt auch Situationen und Orte, wo die Staude nur 20 cm hoch wird und dennoch blüht und fruchtet.
Die charakteristischen Blätter sind handförmig, der Rand gesägt. Während die ersten Blattpaare für gewöhnlich nur ein Blättchen aufweisen, können die folgenden bis zu 13 haben. Zur Blüte hin, die am Ende des Stängels zu finden ist, nimmt die Blättchenzahl wieder bis auf ein Einzelblättchen ab.

Anbau und Wuchs

Die Saatzeit für Hanf ist im Frühjahr. Nach drei bis sieben Tagen keimen die Samen, die ersten Blätter werden bei einer Wuchshöhe von rund zehn Zentimeter gebildet. Bei zunehmender Tageslänge wächst die Pflanze weiter, blüht aber nur, wenn die Tage wieder kürzer werden, wenn also die Dunkelperiode 10 bis 12 Stunden überschreitet.

Pflanzenteile und die möglichen Produkte

Aus den einzelnen Pflanzenteilen, also aus den Fasern, den Samen, den Blätter und – natürlich – den Blüten können sehr unterschiedliche Produkte hergestellt werden:

  • Aus den Fasern der Stängel werden u.a. Seile und Stoffe gefertigt.
  • Die Samen werden zu Speiseöl verarbeitet.
  • Nimmt man die Blätter und Blüten, so kann man daraus ätherische Öle herstellen.
  • Und natürlich … aus den getrockneten Blättern, Blüten und Blütenständen wird Haschisch und Marihuana gewonnen.

Rolle von Hanf heute

Hanf spielt heute – wieder – eine bedeutende Rolle in der Textil- und Bauwirtschaft aber auch als Arzneimittel in der Medizin. Eine Legalisierung selbst als Rauschmittel scheint sich in letzter Zeit immer mehr Bahn zu brechen, da mehr und mehr Länder ihre Blockade gegen Cannabis abbauen und somit Hanf insgesamt als Pflanze wohl ein besseres Image bekommen könnte. Was absolut wünschenswert wäre.

Geschichtliches zum Thema Hanf

Man glaubt es kaum, aber Hanf zählt tatsächlich zu den ältesten Zier- und vor allem Nutzpflanzen der Welt. Es gibt Funde, wo Menschen schon vor 30.000 Jahren Hanf verarbeitet und auch verwendet haben. Nein, nicht zum Rauchen. Hanf ist ja mehr, wir sagten es bereits. Und hier soll es um genau dieses Mehr gehen!

China … wo sonst?

Ursprünglich stammt Hanf wohl aus Asien, genauer wird sein Ursprung in Kasachstan vermutet. Erstmals kultiviert wurde er vor rund 5.000 bis 6.000 Jahren in China. Später wurde er dort auch für medizinische Zwecke benutzt. So gibt es Berichte, dass die Chinesen Hanf erfolgreich gegen Maria und Rheuma einsetzten. Aber auch die psychoaktive Seite des Hanfs wurde schon erkannt. So wurde ein Behälter mit Cannabisblüten als Grabbeigabe eines 2700 Jahre alten Grabes in China gefunden.

… und weiter in die Welt

Wie schon heute, so exportierten die Chinesen auch damals schon. So kam der Hanf über Indien und die mesopotamischen Hochkulturen letztlich auch in unsere Breiten und letztlich in die ganze Welt. Die alten Griechen aber auch die Ägypter trugen Kleidung aus Hanf und selbst im Norden Europas, in Litauen hat man Hanfsamen aus der Zeit um 2500 v.Chr. gefunden. Auch die Römer kannten schon die medizinische Wirkung von Hanf. So beschreibt Plinius der Ältere die schmerzlindernde Wirkung des Hanfs, während der Pionier der Pharmakologie, Pedanios Dioskurides im ersten nachchristlichen Jahrhundert die Wirksamkeit gegen Ohrenschmerzen berichtet. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein wurde Medizin aus Hanf gegen Wehenkrämpfe und postnatale Schmerzsymptome verwendet.

Der Rohstoff des Mittelalters

Im Mittelalter war Hanf ein extrem wichtiger Rohstoff. So war die Superwaffe des Mittelalters, der englische Langbogen, mit einem Hanffaden als Sehne gespannt. Nur dadurch war die enorme Zugkraft des Bogens machbar.
Hanf spielte in dieser Zeit als wichtige Kulturpflanze in Europa eine wesentliche Rolle. Ausgehend von Spanien wurde Hanf für die Papierherstellung genutzt, da die Gewinnung aus Holzfasern damals noch nicht bekannt war. So ist z. B. die Gutenbergbibel auf Hanfpapier gedruckt. Dank seiner Widerstandskraft weisen diese frühen Druckwerke eine enorme Haltbarkeit auf.

Entdeckungsreisen ohne Hanf? Undenkbar!

Die Segelschifffahrt und die Entdeckungsreisen der Spanier, Portugiesen und Briten wäre ohne Hanf gar nicht denkbar, da sowohl die Segel als auch die Seile für die Takelage aus Hanf gefertigt wurden. Hanf weist nämlich bessere Eigenschaften und eine höhere Widerstandskraft gegen (Salz-) Wasser auf, als es z. B. Baumwolle bei Segeln oder Flachs bei Seilen haben.

Die „Wiedergeburt“

Im 20. Jh. haben Kunstfasern und Sisal den Hanf fast vollständig verdrängt. Hinzukommt die Anti-Cannabis Kampagne die dem Hanf als Nutzpflanze fast den Garaus machte. Erst in den 1990er Jahren kommt es zur „Wiederauferstehung“ des Hanfes als Nutzpflanze und er konnte dank seiner Widerstandskraft und seiner vielseitigen Eigenschaften umfassend in Industrie und Landwirtschaft wieder Fuß fassen. Dennoch übersteigt die Nachfrage in Europa das heimische Angebot bei weitem.
Und doch haftet dem Hanf noch immer der Nimbus des Verruchten an, der nur wegen seiner berauschenden Funktion angebaut wird.

Wie kann Hanf verwendet werden?

Hanf ist vielseitig verwendbar. Man kann es ihn als Nutzpflanze, als Arzneimittel, Rauschmittel und als Nahrungsmittel verwenden. Während für medizinische Zwecke und für den Anbau als Droge nur weibliche Pflanzen interessant sind, Hanfsamen und Hanföl ebenso nur von weiblichen Pflanzen stammen kann, ist für die Nutzung als Faserpflanze das Geschlecht egal. Daher hängt die Anbaumethode ursächlich mit der Nutzung der Ernte ab.

Vorteil von Hanf

Der große Vorteil von Hanf ist seine Unkompliziertheit in der Kultivierung. Es werden kaum Spritzmittel gegen Schädlinge und keinerlei Herbizide benötigt. Durch sein schnelles Wachstum ist der Boden bereits nach wenigen Tagen beschattet und Unkraut hat dadurch keine Chance.

DER Öko-Rohstoff

Daneben zeichnet Hanf seine fast gänzliche Nutzbarkeit aller Pflanzenteile aus, da praktisch jeder Teil der Pflanze verarbeitet werden kann. Deshalb ist er vielseitig einsetzbar und eine nachwachsende, ökologisch anbaubare Rohstoffquelle für unterschiedlichste Anwendungsbereiche.

Nutzhanf

Funde in Georgien belegen, dass die Menschen bereits vor ca. 30.000 Jahren Wildhanf zur Fasergewinnung nutzten. Die ältesten nachgewiesenen Spuren von Kulturhanf sind verkohlte Hanfsamen, die man in China gefunden hat. Ihr Alter wird auf 4.500 bis 5.500 Jahre geschätzt.

Breite Anwendung

Hanf wurde und wird für Gewebe, Schnüre und Seile, Verbandsstoffe sowie – wie erwähnt – für die Papierherstellung verwendet.
Heute werden die Vorteile von Hanf als Nutzpflanze wieder vermehrt wertgeschätzt. Dazu tragen nicht nur seine hohe Widerstandskraft, hohe Haltbarkeit, niedrige Energiebilanz und Umweltverträglichkeit bei, sondern auch der Fakt, dass er mehr Biomasse produziert, als jede andere Nutzpflanze unserer Breiten.

Arzneimittel

Die medizinische Nutzbarkeit von Hanf ist in den letzten Jahren wieder vermehrt ins Bewusstsein der Medizin und der Forschung gerückt. Aktuell wird die positive Auswirkung bei bestimmten Kreisbarten intensiv erforscht. Verantwortlich dafür zeichnen zwei besondere Inhaltsstoffe: Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Beide sind psyochaktive Substanzen. Während erstere aber für die berauschende Wirkung des Hanfs verantwortlich zeichnet, weist CBD entzündungshemmende, entkrampfende, angstlösende und übelkeitsreduzierende Wirkungen auf.
Als Medizinalhanf finden die Sorten Cannabis sativa und indica Verwendung. Kulturhanf wird nur selten und wenn, dann nur als Hanföl und als ätherisches Hanföl eingesetzt. Weit häufiger dient er als Grundstoff zur Arzneimittelgewinnung, da der THC Gehalt des Nutzhanf von 1 % pharmakologisch unwirksam ist.

Rauschmittel

Und natürlich … Hanf bezeichnet man – nach der Zerkleinerung der getrockneten Blütentrauben und Blätter nahe an der Blüte der ausschließlich weiblichen Pflanze – Marihuana. Wird das Harz extrahiert, erhält man Haschisch bzw. Haschischöl. Cannabis ist hierzulande die wohl am häufigsten benutzte illegale Droge. Das THC beeinflusst dabei das Zentralnervensystem und entfaltet eine beruhigende und entspannende Wirkung.

Nahrungsmittel

Als Nahrungsmittel gilt Hanf als sehr gesund und reich an Proteinen, Kohlehydraten und Fetten. Hanföl und Hanfnüsse enthalten über 90 % ungesättigte Fettsäuren, besonders hervorzugheben ist dabei die Linolsäure und die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolsäure, die in so hoher Konzentration nur in sehr wenigen Speiseölen vorkommt. Durch seine insgesamt ausgewogene Fettsäurezusammensetzung ist Hanföl damit ein als wertvoll einzustufendes Speiseöl. Daher eignet es sich sehr gut für die ernährungsbewusste Küche, zumal es auch einen besonders guten Geschmack hat.
Alles in allem kann dank Lebensmittel aus Hanf eine gesunde Ernährung verwirklicht werden, die sich durch wertvolle und ausgewogene Inhaltsstoffe auszeichnet.

Cannabidiol – CBD

Wie schon erwähnt, hat Hanf zwei zentrale Wirkstoffe. THC, das für die berauschende Wirkung verantwortlich zeichnet und CDB. Auch CBD (Cannabidiol) beeinflusst unseren Körper, wirkt dabei aber nicht bewusstseinsverändernd.

Ein wenig medizinische Theorie

Wenn unserem Körper CBD zugefügt wird, dann interagiert es mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) unseres Körpers. Dies sind Verbindungen, die wir Menschen selbst und auf natürliche Weise produzieren. CBD interagiert zwar ebenso wie THC mit den CB-Rezeptoren im Gehirn, aber nicht in dem Ausmaß. Hauptsächlich interagiert es mit anderen Rezeptoren, die im Gewebe, in den Organen und im Immunsystem vorkommen.

Wohlbefinden

Da CBD nicht bewusstseinsverändernd wirkt, wirst Du auch nicht „high“ davon. Die Einnahme von CBD-Ölen wird daher keinen Einfluss auf Dein Bewusstsein, auf Deinen Geist oder Dein Verhalten haben. Wohl aber auf Dein gesundheitliches Wohlbefinden.

CBD Hanf ist legal

CDB und Hanfsorten, die zur CBD Gewinnung angebaut werden, sind legal. Sie dürfen aber nur einen maximalen THC Gehalt von 0,2 % aufweisen. Ist dies bei der gewählten Hanfsorte der Fall dann kann man nach erfolgreicher Genehmigung den Anbau vornehmen. Mit anderen Worten: Der „THC-freie“ Hanfanbau ist erlaubt, aber genehmigungspflichtig.

Nahrungsergänzungsmittel

Cannabidiol-Präparate werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Dabei dürfen keine gesundheitsbezogenen Behauptungen aufgestellt werden, da bislang unter anderem der Wirkungsmechanismus von Cannabidiol noch nicht genau bekannt ist.

Wo aber ist CBD zu finden?

Das Cannabidiol in CBD-reichem Nutzhanf kommt in höherer Konzentration sowohl im obersten Pflanzendrittel, als auch in den Blüten vor. Nachdem die Pflanzen geerntet wurden, muss noch eine Extraktion vorgenommen werden. Die so gewonnenen Auszüge werden in Öl eingelegt. CBD Extrakte, die mittels CO2 Extraktion gewonnen werden, sind dabei besonders hochwertig.

Wirkung von CBD

Bislang wurden folgende Wirkungsmechanismen von CBD erforscht:

  • Durch die Stimulierung des Vanilloid-Rezeptor Typ1 kommt es zu einer schmerzhemmenden Wirkung des CBD.
  • CBD vermehrt die Neurotransmitter-Ausschüttung, wodurch es zu einer entzündungshemmenden Wirkung kommt.
  • Als potenter Radikalfänger weist CBD zellschützende Eigenschaften auf.

Dosierung von CBD

Verwendet werden 5 %ige CBD-Konzentrate bei Stress- und Burn-out-Indikation, bei Schlafproblemen, Epilepsie, Angststörungen und schizophrenen Psychosen, bei Übelkeit und Erbrechen. Ebenso findet es bei Abhängigkeiten von Schlafmitteln, Nikotin, Alkohol, Opiaten und sogar von THC, als Appetithemmer und als antioxidativer Zellschutz Anwendung.
10 %ige CBD-Konzentrate werden bei Entzündungen und entzündungsbedingten Schmerzen, angewendet. Bitte beachte vor allem in diesem Zusammenhang unsere Hinweise am Ende dieser Ausführungen.

Legale Hanfsorten

Wie erwähnt, dürfen Hanfsorten und deren daraus gewonnenen Produkte, die einen geringen THC-Gehalt (unter 0,2%) aufweisen und deren Schwerpunkt auf CBD liegt, legal angebaut und legal erworben werden. Um diese erlaubten Hanfsorten anzubauen, müssen die Landwirkte noch eine Extragenehmigung einholen. Unter diesen so zugelassenen Hanfsorten finden sich auch Finola, Santhica und Futura.

Hanfsorte Finola

Diese Sorte hat eine Zulassung aus Finnland (Nr. 6157) und darf somit in der gesamten EU legal angebaut werden. Das Zulassungsland Finnland ist nicht zufällig, da diese Sorte vor allem in Kanada und Nordeuropa kultiviert wird, da hier wegen der kurzen Sommer andere Sorten nicht früh genug fertig würden.
Finola ist kleinwüchsig und selbstblühend. Sie gilt als extrem widerstandsfähig. Da ihre Blüten reich an Duftstoffen sind, wird sie vor allem für die Ölgewinnung, wie z.B. für ätherische Duftöle, verwendet. In den letzten Jahren nimmt der Einsatz als CBD-Sorte immer mehr zu, da sie mit einem CBD-Gehalt von 2–6 % relativ CDB-reich ist.

Hanfsorte Santhica 23, 27 und 70

Alle drei Sorten besitzen unter der Nummer 8194 eine EU-Zulassung aus Frankreich.
Die Nutzhanfsorte Santhica 27 kann eine sehr hohe Wuchshöhe erreichen. In Zentraleuropa wird sie hauptsächlich zur Faser- sowie Samenproduktion angebaut, da sie im Durchschnitt mit 1–1,5 % nur wenig CBD entwickelt. Ihr Hauptcannabinoid ist CBG (Cannabigerol, ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das den Blutdruck senken kann).
Santhica 70 blüht später als Santhica 23 und 27 und erreicht eine Wuchshöhe von 2 bis 2,5 m. Wie alle Santhica Sorten zeichnet sie sich durch eine geringe THC Konzentration aus, bei Santhica 70 ist die CDB Konzentration mit bis zu 10 % aber relativ hoch.

Hanfsorte Futura 75

Natürlich hat auch Futura eine EU-Zulassung; und zwar ebenfalls aus Frankreich mit der Nr. 8194.
Futura 75 ist eine französische Industriesorte die bei europäischen Hanfbauern, und hier vor allem in Mitteleuropa, weit verbreitet ist. Die Nutzung der Sorte umfasst die Ölproduktion, die Produktion von Cannabidiol-Öl und die Faserproduktion. Futura riecht intensiv nach Zitrusfrüchten. Die Sorte selbst ist zwittrig, wobei es auch einige rein weibliche Pflanzen geben kann. Ihr CBD-Gehalt liegt bei ca. 1,2–2,4 %.

Warum CBD-Öle?

CBD-Öle gelten als Nahrungsergänzungsmittel und sollen bestimmte Eigenschaften bei den Anwendern entfalten, um deren Wohlbefinden zu steigern und zu einem gesünderen Lebensstil beizutragen.

Der Körper in Balance

Das bereits erwähnte ECS sorgt in unserem Körper dafür, dass die beeinflussenden Parameter unseres Körpers innerhalb des richtigen Rahmens bleiben. Es ist sozusagen das Steuersystem, das die Vitalfunktionen des Körpers in Balance hält. Ist dies nicht der Fall, dann fühlen wir uns unwohl.
Unter bestimmten Umständen kann der Körper aber nicht genug Endocannabinoide selbst produzieren, um das ECS aufrecht zu erhalten. Krankheiten und allgemeines Unwohlsein sind dann die Folge, weil die Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht geraten sind und die Steuerung versagt. Durch die Zufuhr von CBD-Ölen können zusätzliche Cannabinoide in den Körper eingebracht werden, die das ECS wieder ins Gleichgewicht bringen und die Funktionsweise des Systems wiederherstellen können. Das Ergebnis ist eine Steigerung des Wohlbefindens und ein allgemein gesünderer Lebensstil. Dies ist der Grund, warum immer mehr Menschen zu CBD-Ölen als rein natürliche Hilfe zurückgreifen.

Gewinnung von CBD

So wie Du Dein Auto nicht mit reinem Erdöl betreiben kannst, nutzt auch das beste Hanföl nichts, wenn Du CBD-Öl haben möchtest. Wie man aus Erdöl Benzin raffiniert, so bedarf es auch bei der CBD-Öl Produktion mehrerer Arbeitsschritte, bis man das gewünscht Ergebnis erhält. Dabei geht es darum, das Cannabinoid in möglichst konzentrierter Form aus der Hanfpflanze zu extrahieren, also herauszuziehen.

Vier Methoden zur Gewinnung von CBD

Dazu gibt es vier wesentliche Methoden, die sich in ihrem Arbeits- und Kapitalaufwand und natürlich auch in der Ausbeute an CBD unterscheiden. Während Du die ersten drei Methoden zur Not sogar zu Hause ausführen kannst, sind sowohl der technische als auch der materielle Aufwand der vierten Methoden dafür zu hoch.

Extraktion mittels Olivenöls

Die billigste und einfachste Extraktions-Methode ist die mittels Olivenöls. Dabei wird das pflanzliche Rohmaterial 30 bis 60 Minuten auf 120 bis 140 Grad erhitzt und dann Olivenöl hinzugefügt. Nach Vermengen wird das Ganze noch bei 100 Grad „gekocht“ und als Ergebnis erhält man nach rund ein bis zwei Stunden Cannabinoidöl. Dieses so gewonnene CBD-Öl hat aber den großen Nachteil, dass es leicht verderblich ist. Und noch einen Nachteil hat diese Methode: die Ausbeute ist sehr gering und damit ist sie trotz der eigentlich niedrigen Kosten wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Extraktion mittels Trockeneis

Ebenso einfach und nur geringfügig teurer ist die Extraktion mittels Trockeneis. Die Prozedur ist zwar zeit- und arbeitsintensiv, die Ausbeute dafür aber deutlich höher. Dabei werden zerkleinerte Pflanzenteile in einem Behälter mit Trockeneis bedeckt und rund drei Minuten stehen gelassen. Als nächstes wird alles geschüttelt, um das gefrorene Harz mittels eines Siebes von den Pflanzenresten zu trennen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Schüttelstärke, da zu starkes Schütteln die Qualität negativ beeinflusst.

Extraktion mittels Lösungsmittels

Hierfür werden Alkohol, Ethanol oder Butan als Lösungsmittel eingesetzt. Das gewählte Lösungsmittel wird mit dem Pflanzenmaterial vermengt. Die Flüssigkeit extrahiert dann das gewünschte Cannabinoid aus dem Hanf. Schließlich wird das Gemisch so lange erhitzt, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Wiewohl diese Möglichkeit auch sehr einfach ist, ist sie nicht ungefährlich, da z. B. Butan die Lunge reizen kann. Diese Methode kann daher bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitsschädliche Folgen haben.

Extraktion mittels CO2 – Kohlendioxid

Dies ist die sicherste und effizienteste Methode, um hochqualitatives Cannabinoid zu erhalten. Denn wie Du aus dem Ausgeführten sehen kannst, sind die bisher beschriebenen Methoden eher für den Hausgebrauch geeignet. In der professionellen Anwendung kommt die CO2-Methode zum Einsatz. Sie ist zwar aufwändig und teuer, aber liefert eben die mit Abstand besten Ergebnisse.

überkritische Extraktion

Üblicherweise wird dabei die sogenannte überkritische CO2-Extraktion angewandt, weil sie die hochwirksamste ist. Es gibt auch die unter- oder subkritische Extraktion.
Bei der überkritischen Extraktion wird CO2 zunächst auf -56 °C heruntergekühlt und gleichzeitig der Druck auf 5 Bar erhöht. Das versetzt das CO2 in einen „überkritischen“ Zustand. Das bedeutet, dass die Grenzen zwischen den Aggregatszuständen flüssig und gasförmig verschwimmen. In diesem Zustand verhält sich das gasförmige Kohlendioxid wie ein flüssiges Lösungsmittel. Als solches wird es auch dem Pflanzenmaterial zugefügt. Da sich aber dank des überkritischen Zustands das CO2 noch wie ein Gas verhält, entfällt das Auskochen, wie bei der Extraktion mittels Lösungsmittel nötig ist. Es ist auf der Hand liegend, das das natürlich eine schonendere Vorgehensweise ist.
Das CO2 wird zusammen mit der extrahierten Verbindung in einen Sammelbehälter geleitet, das CO2 mittels eines Katalysators entfernt und recycelt und kann somit immer wieder für diesen Prozess verwendet werden. Übrig bleibt Cannabinoid.
Wenn der Druck geringer ist, spricht man vom subkritischen Prozess. Dieses ist billiger, führt jedoch zu einer geringeren Ausbeute an Cannabinoid und dauert länger.

Vollinhaltliches Pflanzenspektrum

Diese Methode – ob nun über- oder unterkritisch – ähnelt im Wesentlichen der der Extraktion von Koffein oder von Aromastoffen, wie er in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie angewandt wird. Die Extraktion ist dabei ein besonders schonendes Verfahren, wodurch das gesamte Pflanzenstoffspektrum erhalten bleibt.

Weiterer Extraktionsschritt für mehr Reinheit

Das ist aber meist noch nicht das Ende des Verfahrens, da häufig noch in einem zweiten Schritt eine weitere Extraktion mittels weiterer Lösungsmittel wie Alkohole durchgeführt wird. Dies wird dann „winterizing“ oder „dewaxing“ genannt.
Dabei wird die Mischung aus CBD mit dem Lösungsmittel erhitzt, um es anschließend bis zu 48 Stunden tiefzukühlen (daher der Ausdruck „winterizing“). Dadurch können verschiedene unerwünschte Stoffe wie Glyceride, ungesättigte Fettsäuren und vor allem Wachse (deshalb wird diueser Ansatz auch als „dewaxing“ bezeichnet) abgetrennt werden. Das verwendete Lösungsmittel – üblicherweise Ethanol – wird schließlich im Vakuum abgedampft.

Verzehrempfehlung

Zur Erleichterung der Anwendung wird dem so gewonnenen Extrakt noch Hanfsamenöl beigemengt, was dann einen relativ bitteren Geschmack ergibt. Durch den Verzehr mit Honig oder einem Träufeln auf einen Zuckerwürfel, wird das CBD-Öl leichter und vor allem bekömmlicher verzehrbar.

Was ist Vollspektrum CBD Öl

Um diese Frage verständlich zu beantworten, müssen wir zuerst einen kleinen Exkurs vornehmen. Und zwar geht es um den sogenannten „Entourage-Effekt“. Gemäß dieses Effekts besitzt ein Gemisch aus Pflanzenstoffen eine höhere biologische Aktivität, als die jeweils isolierte Reinsubstanz. Wenn man so will ist also das Ganze mehr als die Summe der Einzelteile.

Optimierte Wirkung

Hanf besitzt über 113 Phytocannabinoiden und über 120 Terpene. Die Kombination aus Cannabinoide und Terpenen resultiert in einer optimierten Wirkung, wodurch eine Zufuhr von Cannabidiol in bereits geringeren Dosierungen sehr positive gesundheitliche Ergebnisse erzielt. Wenn es nun gelingt, Phytocannabinoiden und Terpene so weit und gut wie möglich zu erhalten, wird also das Cannabinoid wirksamer.
Der Vorteil der CO2 Methode ist nun, dass er genau diesen Entourage-Effekt praktisch als eine Art „Nebenwirkung“ mit sich bringt.

Nutzung des Entourage-Effekts

Wenn also ein CBD-Produkt als Vollspektrum oder Fullspectrum CBD bezeichnet wird, dann heißt das nichts anderes, als dass der Entourage-Effekt genutzt wurde und das Produkt alle anderen Cannabinoide ebenso enthält, wie es auch bei der Urspungspflanze der Fall war. Es wird also bei der Extraktion nichts weggelassen, sondern vielmehr alles herausgeholt, was es herauszuholen gibt.

CBD-Isolat – eine intuitiver Fehler

Das Gegenstück zum Fullspectrum CBD-Öl wäre das CBD-Isolat, das ausschließlich CBD-Cannabinoide enthält. Sozusagen CBD pur. Jetzt könnte man meinen, pures CBD wäre besser und das klingt auch logisch, aber Studien belegen, dass dem eben nicht so ist und Vollspektrum-CBD wesentlich effektiver als „pures“ CBD ist. Klingt nach einem intuitiven Fehler. Ist es aber nicht. Es ist wohl so wie beim Gold: nur durch gezielte „Verunreinigungen“ wird es erst verwendbar, pures also 100 %iges Gold, ist dagegen zu weich und unbrauchbar für die Schmuckindustrie.

Höhere Wirksamkeit bestätigt

Die Studie des Lautenberg Zentrums in Jerusalem kommt zu dem Schluss, dass Fullspectrum CBD weit wirksamer als pures CBD ist. Letzteres weist eine glockenförmige Wirkverlaufskurve auf. Das bedeutet eine Abnahme der Wirksamkeit bei Erhöhung der Dosis. Ein Effekt, der bei der Behandlung nicht erwünscht ist. Mehr noch, es hat sich gezeigt, dass isoliertes CDB nur bei einer ganz bestimmten Dosis wirksam ist. Wird diese erhöht oder reduziert, vermindert sich der Effekt gleichermaßen.

Höhere Wirksamkeit als klassische Medikamente

Die Studie vergleicht die beiden CBD-Produkte auch mit den beiden „klassischen“ Schmerzmitteln Aspirin und Tramadol bzw. Tramal. Es hat sich gezeigt, dass beide CBDs ein breiteres Schmerzspektrum zu lindern vermögen, als es die herkömmlichen Medikamente tun. Die Studie kommt daher zum Schluss, dass Fullspectrum CBD wesentlich bessere Eigenschaften bei der Behandlung von Entzündungen und Schwellungen aufweist als kommerzielle Medikamente und vor allem auch – eben überraschenderweise und entgegen jeder Intuition – pures CBD.

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