Exklusiv-Interview mit Purified in Blood

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  • Beitrags-Kategorie:Heavy Metal

Fr, 05 Mai 2006 01:00:00, xxxxxxxxxxxxxxxxx, [post_tag: exklusiv-interview, category: interviews-om, post_tag: purified- in-blood]
OM: Hi Purified In Blood!
Als erstes: Stellt euch doch mal vor! Wer macht was in der Band?
Tommy: Hallo! Ich bin Tommy von der norwegischen Band Purified in Blood.
Ich spiele Gitarre und schreibe die meisten Lyrics. Ich kümmere mich auch um die Interviews, Promotion usw.
OM: Allgemein denkt man in Deutschland ja, daß aus Norwegen nur Black Metal-Kapellen wie Dimmu Borgir, Satyricon oder System Obscure kommen. Ist es da nicht schwierig, sich von diesem Klischeé abzusetzen und etwas Eigenständiges, Neues zu produzieren?
Tommy: Wir hegen einen großen Respekt für die schwarze Metalszene in Norwegen und was die Bands dort mit ihrer Musik leisten. Unsere Musik ist jedoch nicht Black, obwohl wir eine Menge Einflüsse aus dem Black Metal in unseren Stück verarbeiten. Wir sind sehr große Fans von Immortal und Mayhem und du wirst einige Teile in unseren Songs hören, die an diese Bands erinnern.
Ich denke allgemein, dass wir den „Norwegian Sound“ in unserer Musik mittragen und das ist eine gute Sache, wenn man sich im Metalcore bewegt.
In Norwegen sind wir meiner Meinung nach einer der wenigen und ersten Bands, die diese Art von „Black Metal Core“ den Fans entgegenschleudern und viele verwechseln es immer noch mit Black Metal. Aber wenn sie uns live sehen werden sie merken, dass dort Hardcore Kiddys auf der Bühne ihre Musik spielen!
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OM: Würdest du denn dann eure Musik als Metalcore bezeichnen?
Tommy Ich verstehe total, daß wir in dieses Genre schubladisiert werden und ich habe kein Problem damit. Wir haben einfach die Musik, die wir seit Jahren hören in unsere Stücke mit einfließen lassen und grade in letzter Zeit hörten wir sehr viel Metal – also ist hier die Tendenz zum Metal klar erkennbar. Aber ich möchte nicht dass wir über einen Kamm mit den vielen deutschen Metalcore Bands geschoren werden. Wie schon gesagt tragen wir den klassisch skandinavischen Sound in unserer Musik, den man bei anderen Metalcore Bands nicht findet; darüber hinaus kommen viele unserer Inspirationen aus der norwegischen Musik.
Aber generell hast Du recht, ich könnte keine Argumente dagegen finden uns als Metalcore Band zu bezeichnen. Das ist nur fair, schließlich spielen wir Hardcore mit Metal-Leidenschaft 🙂
OM: Welche Bands gehören zu euren Vorbildern; an wem hat ihr euch orientiert?
Tommy: Von Anfang an hörten wir viel Earth Crisis (Anm. d. Red.: US- New-School Hardcore Punk-Band, die sich im Jahr 2001 auflöste) und wir erhielten unsere Ideale von ihnen. Unsere Überzeugung, für die Menschen- und tier-Rechte zu kämpfen haben wie zB. Von ihnen übernommen.
Dazu hat jeder in der Band schon immer eine sehr große Hang zu Iron Maiden oder Slayer gehabt. Ich denke, daher ist unsere Musik auch so eine Art Hybrid aus diesen Einflüssen.
OM: Euer neues Album „Reaper of Souls“ erhielt durchweg fantastische Kritiker, z.B. auch TOPSCORE (5/5 Punkte) von OsnaMetal.de!
Habt ihr solch einen Erfolg erwartet?
Tommy: Oh echt? Das ist ja mal ́ne klasse Nachricht! Über solche Kritiken sind wir natürlich immer besonders happy!
Ich hoffe, die Leute haben unsere Leidenschaft hören können, mit der wir diese Scheibe aufgenommen haben! Wir sind eine absolute Live-Band und wir hoffen, etwas von dieser Live-Energie mit dieser Scheibe eingefangen zu haben.
Natürlich hoffen wir immer, dass die Leute unsere Musik mögen sei es nun der „normale“ Fan oder CD-Rezensenten. Natürlich ist das immer Geschmackssache, aber gute Platten-Kritiken helfen uns immer!
Um ehrlich zu sein haben wir eigentlich nicht so viel erwartet als wir die Scheibe aufgenommen habe. Wir haben das gemacht was uns Spaß machte und dachten uns: Hey, entweder die Welt teilt unsere Meinung oder eben nicht!
Ich bin jetzt echt vom Hocker und freue mich natürlich, dass ihr, OsnaMetal.de, zu den Leuten gehört, die nun unserer Meinung sind! 🙂
In diesem Sinne nochmal ein fettes DANKE!!
OM: Gern geschehen! ;-)Was genau macht „Reaper of Souls“ eigentlich genau für euch
aus?
Tommy: Eine gute Frage!
Der Titel ist aus dem Song „Venom“ unserer CD abgeleitet. Der Track handelt von Menschen, die Substanzen -Gift- zu sich nehmen um der Realität und ihrer Unzufriedenheit zu entkommen. Es ist eine Droge die der Menschheit gebracht wurde und wir mögen das nicht. Sie bringen nur mehr Apathie und Dunkelheit in unsere Gesellschaft. Menschen zerstören sich selber und ihre Familien, sie versuchen der Wahrheit zu entkommen und verlieren dadurch ihre Seele. „Reaper Of Souls“ soll eine Metapher für die Selbstzerstörung und den Verlust der Seele durch Alkohol und Drogen sein.
OM: Ihr habt ja nun schon oft hier in Deutschland gespielt. Welchen Eindruck habt ihr von den Auftritten und den deutschen Fans bekommen?
Tommy: Ja das stimmt, wir haben viel hier gespielt und dies waren meistens die geilsten Shows! Wir haben viele gute Freunde in Deutschland und sie unterstützen uns in jeder Hinsicht – das wissen wir echt zu schätzen!
Meistens haben wir vor Hardcore Fans und Metalheads gespielt, aber eimal würden wir gern vor diesen berühmten Fans auf Wacken spielen, hehe…Das sieht so verrückt aus.
Ich muß echt sagen, daß die deutschen Fans zu den Besten gehören – sie sind ihren Bands und ihrer Musik treu.
OM: Das hört man doch gerne…!!
Was sind eure nächsten Ziele mit Purified in Blood?
Tommy: Wir kosten aus was geht und versuchen, dies so lange wie möglich zu halten! Wir haben keinen Bock auf langweilige „9to5“-Jobs und wollen unser Leben nicht mit diesem öden Mist verschwenden. Wir wollen unsere Musik ausleben und vielleicht irgendwann eine große Tour machen und auf so verrückten Festivals wie Wacken spielen!
Wir haben natürlich hohe Erwartungen an uns und hoffen irgendwann mal zurückblicken und sagen zu können: „Wir sind zufrieden“
Was ist “eure Musik” denn für euch? Lebenseinstellung? Job? Oder was ganz anderes?
Tommy: Musik ist alles für uns! Wir denken und sprechen von Musik 24 Stunden am Tag!
es ist natürlich kein Job in dem Sinne, niemand von uns verdient viel an unseren Platten – Wir machen es aus Liebe zur Musik!
Die Möglichkeit um die Welt zu reisen und immer neue, abgedrehte Leute kennen zulernen – das ist Lohn genug!
OM: Erzählt uns mal was über euer größtes Rock-Erlebnis!
Da gibt ́s einiges, aber mit das geilste war das Iron Maiden-Konzert live in Oslo.
Das war ein Wahnsinns-Ereignis und wir sind echt abgedreht!
Erste Reihe am Mitsingen und Steve Harris mit seinem Baß genau vor uns – „just awesome“!
Ein anderes Ereignis für uns war, als wir in Syrakus (USA) spielten. Wir coverten ein Stück von Earth Crisis und Karl Buechner (Sänger von Earth Crises) sprang zu uns auf die Bühne und sang mit uns das Stück. Dies war ein herrausragender Moment für uns.
Ja, damit sind wir dann auch schon am Ende! Vielen Dank für euren Support und alles Gute für den weiteren Werdegang! ROCK ON!
Tommy: Danke an euch! Ich freu mich, dass ihr Jungs (und Mädels) unsere Musik mögt! Ich hoffe wir sehen uns irgendwann mal auf einer unserer Deutschland-Shows!
Take Care!
“Grim“ and „Frostbitten“- Purifed in Blood ———-
Autor: Mandra
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