Interview mit Clusterhead

So, 13 Jul 2008 01:00:00, xxxxxxxxxxxxxxxxx, [post_tag: clusterhead, post_tag: interview, category: interviews-om]
OM: Hi Jungs; vielen Dank für eure Zeit!
Hier gleich die erste Frage: Für das Debüt eines Newcomers klingen eure Songs verdammt reif & selbstsicher. Habt Ihr zuvor bereits in anderen Combos gezockt?
CLUSTERHEAD: Danke schön, freut uns zu hören! Die Arbeit an diesem Album hat uns verdammt viel Spaß gemacht. Wir waren uns von Anfang an einig, eine Band zu gestalten, die den Regionalmusikmantel abstreift. Alle von uns hatten schon einige Bandprojekte, die mehr oder weniger erfolglos endeten. Doch die jetzige Besetzung ist für uns wirklich das Nonplusultra – und das nicht nur aus musikalischer Sicht.
OM: Die Tracks von „Times Of No Trust“ verlassen selten gepflegtes Midtempo und überzeugen eher durch massigen Groove als durch Geschwindigkeit. Wie schaut’s damit, können wir in Zukunft zur Auflockerung auch den einen oder anderen Speed-Track erwarten?
CLUSTERHEAD: Oh ja!! Wir werkeln ja schon wieder fleißig an unserem zweiten Album, das wird mit Sicherheit einige Hochgeschwindigkeitsnummern aufweisen. Die groovigen „ Rotznummern“ werden aber auch nicht zu kurz kommen, so viel können wir schon mal versprechen.
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OM: Herausstechend auf „Times Of No Trust“ ist sicherlich die Stimme von Sänger Rene, der sich durch seine rauhen Vocals angenehm von den seiner Melodic-Kollegen abhebt. Hier regieren noch Cojones. Habt Ihr bewußt “die etwas andere Stimme“ gesucht?
CLUSTERHEAD: Die Verbindung zu Rene entstand rein zufällig. Rüdiger (dr), der kurz zuvor in die Band eingestiegen war, spielte früher schon mal mit Rene in einer Band. Da Rene genau zu diesem Zeitpunkt aus seiner Band ausstieg, schlug Rüdiger vor, bei ihm anzufragen, ob er an dem Projekt Clusterhead interessiert wäre. Kurzerhand wurde eine Probe vereinbart. Ab dem Zeitpunkt war für uns klar, daß wir unsere Besetzung gefunden hatten. Rene passt mit seiner Stimme wie „ Arsch auf Nachttopf“. Seine flexiblen Vocals lassen viel Spielraum für unsere Songs.
OM: Als musikalische Einflüsse gebt Ihr die üblichen 80er-Verdächtigen a la Maiden und Scorpions an. Nun hört man diese Bands nun gar nicht aus „Times Of No Trust“ heraus; in Punkto Heaviness sehe ich da eher Metal Church zur Mike Howe -Phase, in Sachen Arrangements andere US-Kollegen wie z.B. späte Savatage. Hand aufs Herz: Wie sehr lasst Ihr Euch von anderen Bands direkt inspirieren?
CLUSTERHEAD: Bands wie Iron Maiden, Pink Cream 69 oder Judas Priest haben uns schon sehr in unserem Musikgeschmack geprägt. Mit „Times of no trust“ wollten wir allerdings versuchen, einen möglichst eigenständigen Sound zu schaffen. Unser Ziel war es, möglichst Songs zu schreiben, die nicht an andere Bands erinnern.
OM: Nun, da das Album auf dem Markt ist: Wie schaut’s mit dem Livesektor aus? Gibt’s Einzelgigs, oder könnt Ihr Euch als Support auf eine Tour draufschwingen? Und wie steht es mit den Sommerfestivals?
CLUSTERHEAD: Livegigs für dieses Jahr sind schon in Planung. Allerdings werfen wir unser Augenmerk mehr in Richtung 2009, da wir für die Festivals 2008 leider zu spät dran waren. Um so mehr freuen wir uns auf nächstes Jahr. Eine Tour als Supportband wäre der helle Wahnsinn für uns.
OM: Allzu oft liest man in Interviews, dass zum Zeitpunkt des Releases das aktuelle Album für den Musiker bereits ein alter Hut ist. Wie sieht’s damit bei Euch aus – laufen schon Vorbereitungen für den Nachfolger von „Times Of No Trust“?
CLUSTERHEAD: Ja, die ersten Aufnahmen für unser zweites Album sind schon im Kasten – was aber nicht heißt, daß „Times of no trust“ für uns schon abgehakt ist. Ganz im Gegenteil, wir versuchen uns und unser Album so bekannt wie möglich zu machen; das erfordert schon eine Menge Einsatz. Trotzdem wollen wir nicht auf der Stelle stehen bleiben, sondern weiter unsere zahlreichen Ideen verarbeiten.
OM: Daran anknüpfend – welchen Stellenwert nimmt die Musik in Eurem Leben ein? Ist es ein Hobby, ein rockiger Zeitvertreib, oder wärt Ihr bereit, im Falle entsprechenden Zuspruchs Eure Jobs sausen zu lassen?
CLUSTERHEAD: Für alle von uns ist die Musik neben unseren Familien wahrscheinlich das Wichtigste, was es gibt. Musik ist für uns immer noch ein Hobby, das wahnsinnig viel Spaß macht und eine coole Art des Abschaltens ist, wenn man
abends von seinem Job heimkommt. Sollte sich mal ein Erfolg einstellen, der es uns ermöglicht, von der Musik zu leben, wären wir nicht abgeneigt, unser Geld mit dem zu verdienen was, uns am meisten Spaß macht.
OM: Wie bewertet Ihr generell die Stellung bzw. die Möglichkeiten für CLUSTERHEAD? Gerade im Melodic Metal-Bereich gibt es ja seit der Jahrtausendwende eine wahre Flut von neuen Bands, während sich auch die alten Hasen a la Axel Rudi Pell oder Pink Cream 69 nicht lumpen lassen.
CLUSTERHEAD: Wir sind in dieser Hinsicht schon realistisch und wissen, daß es nicht einfach ist, einen Platz in dieser Riege zu bekommen. Aber wir müssen auch sagen, dass wir noch nie näher dran waren als jetzt, unsere Musik der breiten Masse anzubieten. Die positiven Kritiken, die uns fast täglich aus der ganzen Welt erreichen, regen oft mal zum Träumen an, was unsere Zukunft betrifft. Aber der Boden der Realität hat uns dann schnell wieder.
OM: Zeit für ein Schlusswort: Eine versiffte Rock N Roll-Anekdote; eine Platte, die Euch in letzter Zeit umgehauen hat oder eine Band, die Euch live aus den Socken geschossen hat!
CLUSTERHEAD: Was uns alle umgehauen hat, ist die aktuelle Scheibe von Judas Priest, „ Nostradamus“! Ein irres Doppelalbum, das der Meister da bietet. (Das nennt man dann wohl „Geschmackssache“, Anm. d. Verf.) Und zur Anekdote: Unser Basser Andy hat letztens bei einem Rockclub in Regensburg angefragt, ob er dort Flyer für unseren CD- Release auslegen darf, was ihm sofort verboten wurde. Blöd isser ja nicht, der Andy, und ist daraufhin in die Tiefgarage des Clubs, um dort an allen Autos Flyer anzubringen. Leider hatten die da unten Kameras, woraufhin die Security nach unten geschossen ist und Andy sich nur durch vollsten Einsatz seiner Beinmuskulatur vor einer üblen Abreibung retten konnte. Seitdem meidet er die Gegend… Wir möchte uns herzlich für das Interview bedanken und wünschen noch viel Spaß mit „Times of no trust“!
OM: Dem ist nichts hinzuzufügen, höchstens noch der dringende Tipp, auf www.myspace.com/Clusterhead einige der aktuellen Tracks anzutesten!
———- Autor: Andree
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