Metal Meeting mit: Spellbound Dreams & Xiron & The Claymore & Paragon

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Trotz des Schneechaos machte sich unser Team todesmutig auf den Weg nach Bad Oeynhausen. Als wir nach doch relativ „unspektakühlärer“ (Wortspiel verstanden??) Fahrt (zumindest was das Wetter anging) gegen 19 Uhr in der „Druckerei“ ankamen, bestand das Publikum aus Fußball spielenden Bandmitgliedern, Thekenkräften und Kassenpersonal.

Naja, warten wir´s mal ab..

Nach einiger Zeit füllte sich dann der Saal doch noch mit ein paar Unerschrockenen, obwohl der Raum leider nicht mal bis zur Hälfte voll wurde. Die Münsteraner Spellbound Dreams hauten dann als erstes um 20.00 Uhr wortwörtlich in die Tasten.

Sie waren die einzige Band des Abends mit Keyboard und auch gleich mit eigenen bandshirtsbekleideten Groupies angereist. Die fünf Musiker um den sehr agilen Sänger und Keyboarder Tim versuchten gleich von Anfang an dem doch sehr verschlafen wirkenden Publikum mit ihrem Melodic Metal ein bißchen einzuheizen. Dies gelang ihnen auch recht gut. Besonders die Groupiefraktion machte eine gute Stimmung.

Doch merkte man ihnen die Nervosität an einigen Stellen an. Es machten sich ab und an einige kleine Timing-Probleme bemerkbar und die zweistimmigen Gitarrenparts wirkten teilweise etwas unglücklich.

Die Cover-Version von „Ace of Spades“ an Ende war zwar nicht die beste die ich bisher gehört habe, machte aber trotzdem ´ne Menge Spaß und rundete einen durchaus sehens- und hörenswerten Gig ab.

Nach kurzer Umbauphase legten dann die osnabrücker power Metaller Xiron los und erfreuten das Publikum mit einer sehr guten Show.

Die Stimmung verbesserte sich auch noch mal ein wenig und man konnte sogar einige Leute die Hände aus ihren Hosentaschen ziehen sehen. Leider fehlte der Druck der Basedrum (wie übrigens das ganze Konzert über).

Am Anfang hatten Xiron ein wenig Probleme mit dem Bass und so musste die Hälfte des ersten Songs auf diesen verzichtet werden. Diese kleinen Unstimmigkeiten machten sie aber durch ihr überragendes Gitarrenspiel (David an der Lead-Klampfe war heute in Bestform) und dem unvergleichbaren Drummer-Tier Christian wett.

Fronter Jan rannte den ganzen Gig über von einer Seite zur anderen und man merkte ihm den Spaß an der Sache richtig an. Das einzige was dann doch etwas nervte war die Werbung auf dem Shirt des Frontmanns, die für billige Tinte einstand. Naja, er wird schon seine Gründe gehabt haben! 🙂

Xiron machten aber trotzdem wirklich Spaß und setzen dann noch mir dem Cover „The Trooper“ einen Schlusspunkt unter eine wirklich gelungene Show!

Nach dem Gig machte Drummer Christian dann auch noch mit dem Signieren eines Drumsticks einen jungen Nachwuchs-Metaler überglücklich – wieder zeigt sich: „Metal will never die!“

Um 22.30 Uhr enterten dann The Claymore die Bühne.

Gleich am Anfang starten sie mit großartigen Pyroeffekten. Das Publikum ging das erste Mal des Konzerts richtig ab und begann zu pogen. Vocalist Andreas überraschte mit seiner unglaublich vielfältigen Stimme, die der von Bruce Dickinson in einigen Songs in nichts nachstand. Besonders beim Cover von „Hallowed be thy name“ brauchte man nur die Augen zu schließen um den „Iron Maiden“ Fronter vor sich zu sehen.

The Claymore lieferten eine sehr gute und professionelle Show ab, unterstrichen von zahlreichen Pyro-Attacken! Wirklich gut! Und endlich, endlich hatte man auch das Gefühl, sich auf einem Metal-Gig zu befinden! Der Geruch des Pyro gemischt mit Schweiss und der angenehmen Schwüle eines vollen Konzert-Saals ließ lange auf sich warten, war aber spätestens jetzt da!

Inzwischen hatte sich der Saal auch zusehends gefüllt, runde 150 Metalheadz dürften´s wohl gewesen sein, die diesen anheimeligen Geruch verströmten!

Nach rund 45 Minuten mussten die ausgepogten Fans dann auch schon wieder The Claymore mit großem Applaus verabschieden und durften sich auf den Headliner des Abends freuen!

Haben sie aber wohl nicht, denn als Paragon die Bühne bestiegen hatte sich die Zahl der im Saal anwesenden ungefähr halbiert! Wir schieben es mal einfach darauf, dass vielleicht der letzte Bus um diese Zeit gefahren ist, denn was sollte sonst die Leute dazu bewegt haben, Paragon zu versäumen?

Mit ihrem urtypischen Heavy Metal heizten sie dem Publikum noch mal ordentlich ein.

Trotzdem merkte man aber auch inzwischen die Müdigkeit. Zwar bewahrheitete sich mal wieder der Spruch „lieber 10 Leute im Saal die richtig abgehen als 100 mit den Händen in den Taschen“, aber auch die Kondition der Zuschauer hatte Grenzen!

Paragon gefielen mit ihrer guten Bühnenshow und der hervorragenden Instrumentenbeherrschung. Sie kamen auch sehr sympathisch rüber, besonders ihr leicht verplant wirkender Bassist, (nicht übel nehmen, war ein Lob!) und schafften es so, auch noch das Letzte aus Publikum rauszuholen.

Sie waren auf jeden Fall ein absolut würdiger Headliner, der mehr Publikum verdient hätte. Dafür gab es aber dann noch eine Menge Zugaben.

Beendet wurde der Gig, wie schon des öfteren an am heutigen Abend, durch einen Coversong und zwar den Manowar Klassiker „The Gods made Heavy Metal“.

Insgesamt war dieses Konzert recht gut, leider ließ die Stimmung manchmal etwas zu wünschen übrig. An den Bands lag dies aber definitiv nicht, alle hatten wirklich eine großartige Show abgeliefert!

Auch Location und Orga sollen an dieser Stelle mal lobend erwähnt werden! Vielleicht schlug den Leuten einfach das Wetter auf´s Gemüt!

Und es zeigte sich mal wieder; mit den Bands kann es wie mit den Frauen sein: 4 sind zuviel für eine Nacht!

Setlist Spellbound Dreams:

folgt!

Setlist Xiron:

folgt!

Setlist The Claymore:

folgt!

Setlist Paragon:

folgt!

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Location: xxxxx
Datum: xxxxx
Autor: xxxxxxxx